Felix, dein Erfolg bei beiden Wettkämpfen im Paraschwimmen ist für uns ein guter Anlass, um mit dir ins Gespräch zu kommen. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Erfolg. Aber zu welchem Erfolg eigentlich?
Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften war ich 2 x Zweiter, 1 x Dritter und sogar 8. im Jugendfinale. Bei den Landesmeisterschaften in Berlin-Brandenburg war ich 4 x Erster und 1 x Zweiter.
Das ist ja wirklich ein großer Erfolg. Welche Strecken und was schwimmst du eigentlich?
Ich schwimme zwischen 50m und 200m, meist Rücken, Brust, aber auch Kraul und Schmetterling.
Welche Schwierigkeiten birgt das Schwimmen für dich?
Am Anfang, als ich mit dem Schwimmen begonnen habe, war es am schwierigsten, mich überhaupt über Wasser zu halten. Heute gelingt mir das natürlich super, aber Probleme habe ich mit der Technik. Zum Beispiel ist die Rückenlage für mich schwierig.
Wow, und dann solche Erfolge! Was gefällt dir denn an deiner Sportart?
Mir gefällt, wenn ich mich im Wasser bewege. Ich mag die Leichtigkeit im Wasser, es ist, als ob ich schweben würde. Und ich liebe das Wettkampfgefühl.
Apropos Wettkampfgefühl. Wie war es für dich, an der IDM und der Landesmeisterschaft teilzunehmen?
Natürlich war ich aufgeregt. Es waren die Internationalen Deutschen Meisterschaften, d.h. die bedeutendste Paraschwimmveranstaltung in Deutschland überhaupt und mit internationaler Beteiligung. Da gehört das Kribbeln im Bauch dazu. Und nach dem Wettkampf war ich happy, dass ich so gut abgeschnitten hatte. Da ich Wettkämpfe liebe, fürchte ich die Enttäuschung, Letzter zu werden. Aber das war ja nicht der Fall.
Wie bist du überhaupt zum Schwimmen gekommen?
Ich wollte schwimmen lernen, da ich ein Hobby haben wollte, was ich so richtig machen kann. Beim Schwimmen hat mich dann der Trainer der Chemnitzer Wasserballspielerinnen entdeckt und mir tolle Schwimmtechniken gezeigt, wie ich mich über Wasser halten kann. Danach bin ich zum
BFV Ascota Chemnitz e.V. (Behinderten- und Freizeitsportverein) gegangen, wo Menschen mit und ohne Behinderung aller Altersklassen gemeinsam trainieren.
Was ist eigentlich das Besondere am Paraschwimmen?
Um Fairness zu sichern, dürfen nur Behinderte an dem Wettbewerb teilnehmen, wobei die Sportlerinnen und Sportler je nach Art und Ausmaß ihrer Behinderung in verschiedene Startklassen eingeteilt sind. Oft ist es so, dass wir Körperbehinderte technisch sogar besser schwimmen als andere. Das haben wir unserem Training zu verdanken. Aber wir sind nicht so schnell beim Schwimmen, d.h. wir haben langsamere Streckenzeiten.
Du hast das Training angesprochen. Wie trainierst du?
Angefangen habe ich vor vier Jahren. Training haben wir 3x pro Woche, davon 2x im Becken. Wir haben auch Trockentraining. Da üben wir vor allem die Techniken. Beim Trockentraining können wir am besten sehen, welchen Fortschritt wir machen.
Felix, wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg. Nicht nur im Sport, sondern auch beim Lernen 😉